KI trifft Druck. Und dann?

Antworten und ungeschönte Praxisberichte liefert der European Printing Summit 2026

KI, Digitalisierung und Automatisierung verändern die Druckproduktion grundlegend. Von Hyperpersonalisierung über neue Qualitätsstandards bis zu eigenen Plattformen von Druckdienstleistern: Der European Printing Summit 2026 bringt am 29. und 30. September im Signal Iduna Park in Dortmund die Druck- und Verpackungsbranche zusammen. Auf zwei Bühnen berichten Unternehmen über ihre Digitalisierungsprojekte – inklusive der Learnings, die sonst selten öffentlich werden. Vieles, was auf dem Event verhandelt wird, hat auch für alle Relevanz, die Print als Teil der Markenführung denken. „Future of Print“ kooperiert mit den Veranstaltern: Über den Code dpr20 gibt’s 20 Prozent Rabatt auf das Ticket.

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Published: 10.9.2026  | Photo / Video: European Printing Summit

Der Kongresstag am 30. September läuft parallel auf zwei Bühnen: Bühne 1 widmet sich dem Akzidenzdruck, Publikationsdruck und dem Large Format Printing, Bühne 2 dem Verpackungs- und Etikettendruck. Das bedeutet mehr Tiefe pro Thema: Keynotes, Marktanalysen, Praxisberichte, Talkrunden und Masterclasses zeigen, wie sich technologische Entwicklungen betriebswirtschaftlich auszahlen. In moderierten Talkrunden sprechen Druckunternehmerinnen und -unternehmer offen über ihre Implementierungsprojekte. Über das, was funktioniert hat, – und über das, was nicht.

Veranstalter des Summit ist die Ebner Media Group; kuratiert wurde das Programm von den Redaktionen der Fachmedien Deutscher Drucker, print.de, Verpackungsdruck & Converting, Etiketten-Labels und Grafische Palette.

Wer auf der Bühne steht

Zu den Referentinnen und Referenten zählen unter anderem:

Vinzenz und Mark Schmidt (Wirtz Druck) zeigen live, wie ihr KI-Agent Mailings per WhatsApp verkauft – Preisanfrage, Mock-up und Design-Check laufen komplett ohne Login ab.

Stefan Mail (Mail Druck + Medien) hat sein Auftragsvolumen mit konsequentem KI-Einsatz verzehnfacht. Dabei handelt es sich nicht um ein Experiment, sondern um ein funktionierendes Geschäftsmodell.

Lee Metters (Smithers) präsentiert exklusive Marktdaten zum europäischen Verpackungsdruck und zum Einfluss von KI auf die Druck- und Verpackungsmärkte. Nach vielen Jahren in Führungs- und Strategiepositionen bei Domino bringt er die Anbieter- und die Analystenperspektive zusammen.

Markus Roß (Rossimedia) erklärt, wie aus einem Großformatdrucker ein kompletter Dienstleister mit eigener Markenplattform wurde.

Thomas Karcher (Butz & Bürker) und Veit Rudolph (Rudolph Druck) berichten im Podcast-Talk, wie Druckereien aktiv Sichtbarkeit aufbauen – über Podcasts, Social Media, Messen und Open Houses – und welcher Aufwand in Zeit und Geld dahintersteckt.

Annika Nürk studiert Print Media and Packaging Technologies an der Hochschule der Medien Stuttgart und belegte mit ihrer Arbeit zur Hyperpersonalisierung im Buchdruck den zweiten Platz beim Intergraf Young Talent Award 2026.

Jan Hendrik Walfort und Norbert Krandick (Mediahaus, Ahaus) erläutern ihr Modell von der Strategie über die Vorstufe bis zur eigenen Faltschachtel-Onlineprint-Plattform.

Frank Plechschmidt (Labelisten) zeigt, warum Digitaldruck im Etikettenmarkt mehr ist als eine Technologieentscheidung.

Stephan Richter und Niklas Michel (Coppenrath & Wiese) schildern, wie die Einführung von Expanded Color Gamut im Flexodruck ihre gesamte Qualitätskontrolle verändert hat – Farbgenauigkeit, Druckstand, Kosten, alles neu gedacht.

Wolfgang Mildner (LOPEC/MSWtech) ist General Chair der LOPEC, der weltweit führenden Messe für gedruckte und flexible Elektronik. Er spricht darüber, wie gedruckte Elektronik aus Verpackungen vernetzte Produkte macht.

Ed Boogaard (De Grafische Vakpers) berichtet seit über zwei Jahrzehnten über die niederländische und belgische Druckindustrie und ordnet den Benelux-Markt mit Zahlen ein.

Dr. Johannes Warther (Apenberg & Partner) gibt in seiner Keynote konkrete Antworten zum Thema Unternehmensnachfolge – einer Frage, die viele Inhaber lieber verdrängen.

Prof. Dr. Volker Jansen (Hochschule der Medien Stuttgart) spricht über Kunststoffabfallmanagement in der Verpackungsdruckindustrie und darüber, wohin sich synthetische Polymere zwischen Recyclingdruck und Regulierung entwickeln.

Gastregion 2026: Niederlande, Belgien, Luxemburg

Jedes Jahr rückt der Summit eine europäische Region in den Fokus. 2026 sind es die Benelux-Länder. Auf dem Programm stehen Einblicke in den dortigen Druckmarkt, Best Practices von Unternehmen aus der Region und strategische Ansätze für grenzüberschreitende Zusammenarbeit.

Print & Connect: Networking am Vorabend

Am Abend des 29. September lädt EPS-Partner CloudLab zum Kollegenabend „Print & Connect“ ein – mit einer Stadionführung durch Deutschlands größtes Fußballstadion. Ein ungewöhnlicher Rahmen für ein Fachpublikum, aber genau deshalb einer, in dem Gespräche entstehen, die woanders so nicht stattfinden.

Ausstellung, Roundtables und Showroom

Begleitet wird der Kongresstag von einer Ausstellungsfläche mit Technologieanbietern und Dienstleistern, darunter Canon, ETU Automation & Robotik, Altmann Grafische Maschinen, EyeC, HP, FKS, Kaiser Vision und Mehring. Einige Zulieferer gehen in Roundtables der Frage nach, wie weit Digitalisierung, KI und Automatisierung in der Druckbranche wirklich sind. In den Pausen laufen zudem kompakte 20- bis 30-minütige Masterclasses von Dataline, Kyocera, CloudLab, The Postpress Alliance, Hybrid Software, Obility, Team Jansen, Digikett und TCL-Solutions – jeweils konkret zugeschnitten auf einzelne Produktionsschritte.

Neu ist 2026 der kuratierte Showroom: Dort stehen herausragende Printprodukte der Finalisten und Gewinner der Druck&Medien Awards direkt neben Druckmustern der Aussteller.

Tickets – mit 20 % Rabatt für Future of Print

Tickets gibt es unter www.european-printing-summit.com/tickets. Für Druckereien, Vorstufenbetriebe, Weiterverarbeiter und Agenturen kostet die Teilnahme 279 Euro, für Zulieferer, Technologieanbieter und Dienstleister 499 Euro.

Für Leserinnen und Leser von Future of Print: Als Medienpartner der Veranstalter erhalten Sie mit dem Code „dpr20“ 20 Prozent Rabatt auf das Ticket. Der Code kann nach Auswahl eines Tickets unter „Coupon / Gutschein einlösen“ im Warenkorb eingegeben werden.

KI trifft Druck. Und dann?